Hatha Yoga
- synergie2019
- 19. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Hatha Yoga zur Stressbewältigung & Entspannung / Präventionskurs
Hatha Yoga ist als Präventionskurs zur Stressbewältigung und Entspannung konzipiert und orientiert sich an Erkenntnissen der modernen Stress- und Gesundheitsforschung. Stress wirkt im Körper vor allem über das vegetative Nervensystem, also den Teil des Nervensystems, der automatisch wichtige Körperfunktionen wie Atmung, Herzschlag, Blutdruck, Schlaf und Erholung steuert. Bei anhaltender Belastung bleibt dieser innere Autopilot häufig im Stressmodus, selbst wenn die äußere Anforderung längst vorbei ist. Das kann sich z. B. in innerer Unruhe, Schlafproblemen oder dem Gefühl zeigen, nur schwer abschalten zu können.
Ein Hinweis darauf ist eine verminderte Herzfrequenzvariabilität (HRV). Sie bedeutet, dass sich das Herz weniger flexibel an wechselnde Anforderungen anpasst und der Körper Mühe hat, zwischen Anspannung und Entspannung zu wechseln sowie sich nach Stress wieder zu erholen.
Yoga setzt genau hier an. Durch ruhige Bewegungen (Asanas), bewusste Atmung (Pranayama) und Entspannungsphasen kommen Herzschlag und Atmung wieder in einen gleichmäßigeren, harmonischeren Rhythmus (Herzkohärenz). Das Nervensystem wird anpassungsfähiger, Erholung setzt schneller ein und Entspannung kann leichter zugelassen werden.
Yoga unterstützt die Stressregulation, indem es gezielt den Erholungsmodus des Nervensystems stärkt, den Teil der für Regeneration, Ruhe und inneren Ausgleich zuständig ist. Durch die Kombination aus achtsamen Körperhaltungen, bewusster Atmung und Entspannungsphasen kann sich die innere Balance des Nervensystems verbessern. Studien zeigen in diesem Zusammenhang u. a. Stressreduktion, bessere Schlafqualität, Verbesserungen der Stimmung sowie positive Effekte auf kardiovaskuläre Risikofaktoren.

Was sagt die Forschung konkret zu Hatha Yoga?
In einer medizinischen MRT-Studie zeigte ein 10-wöchiges Hatha-Yoga-Programm messbare Effekte auf Stressparameter: Der Blutdruck sank signifikant, und es zeigten sich Veränderungen in Hirnarealen, die an Stress- und Emotionsregulation beteiligt sind. Diese Effekte traten nicht in einer Vergleichsgruppe mit reiner sportlicher Aktivität auf. Die Ergebnisse sprechen dafür, dass Hatha Yoga über die besondere Kombination aus Bewegung, Atmung, Entspannung und Achtsamkeit gezielt die Stressverarbeitung unterstützen kann.
Zusammengefasst gilt:
Yoga unterstützt die Stressregulation
Yoga fördert die Anpassungsfähigkeit des Nervensystems
Yoga kann präventiv wirken
Der Kurs ersetzt keine medizinische Behandlung, kann jedoch als wirksame präventive Maßnahme dabei helfen, Stress besser zu regulieren, die Körperwahrnehmung zu schulen und Entspannung nachhaltig in den Alltag zu integrieren.
Garner, Malvina (2020): Struktureller Effekt im Gehirn durch Hatha Yoga [https://publikationen.sulb.uni-saarland.de/bitstream/20.500.11880/30840/1/Dissertation_Strukturelle_Effekte_durch_Hatha_Yoga_Garner_PDF_UKS.pdf, abgerufen am 12.12.2025]
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